Budapest 2017 Reaktionen: Master Class Qualifying

Die Piloten erzählen, wie sie den Tag erlebt haben

McLeod hatten allen Grund zu lachen

Die Piloten hatten beim letzten Flug vor dem Race Day noch einmal die Chance zu verstehen, wie sie das Biest – so wird die Strecke in diesem Jahr in Budapest genannt - bezwingen können. Hier sprechen sie über ihre heutige Performance...

Yoshihide Muroya
"Der Flug war sehr solide, wir sind also sehr glücklich. Wir fliegen recht geschmeidig, die Luft ist sehr gut und wir genießen es, unter der Brücke hindurch zu fliegen. Die Strecke gefällt mir auch gut und wir konnten eine gute Zeit erzielen. Wir sind definitiv bereit für morgen. Es ist egal, gegen wen wir antreten, ich weiß, dass ich schneller sein kann. Wir bleiben unserem Plan treu und werden einen konstanten Flug absolvieren."

Martin Sonka
"Mit meinem zweiten Lauf bin ich nicht zufrieden, aber beim Qualifying ist es ähnlich wie bei einer Lotterie. Der vierte Platz ist kein schlechtes Ergebnis für uns. Mein Plan war es, in der ersten Runde vorsichtig zu fliegen und dann in der zweiten mehr zu riskieren, was ich auch gemacht habe. Aber dann hatte ich zu viel G. Natürlich ist morgen der wichtige Tag, und es ist immer ein Glücksspiel, gegen wen du fliegst, aber morgen wird alles funktionieren."

Matthias Dolderer
"Ich habe das G-Limit in der Strecke überschritten. Ich hatte über 12G, was passieren kann, wenn du versuchst, schnell zu sein. Morgen treffen wir auf Yoshi und alles ist möglich, aber ich bin nicht besorgt. Ich fühle mich gut im Track und bin zuversichtlich für das Rennen."

Petr Kopfstein
"Ich bin zufrieden. Ich hätte mehr riskieren können, aber auf der anderen Seite brauchte ich eine gültige Zeit. Ich habe versucht, im zweiten Lauf ein wenig mehr zu pushen, aber der Motor war zu heiß. Wir werden einfach so weitermachen und sehen, was passiert. Der Plan ist es, ins Final 4 zu kommen."

Pete McLeod
"Wir können heute leider nicht in Kanada sein, um zu feiern, aber wir feiern einfach den Sieg im Qualifying. Die Bedingungen waren sehr gut heute. Es ist eine leichte Strecke und ich versuche einfach, sehr ruhig und effizient zu sein und das Rennflugzeug laufen zu lassen. Es scheint sich auszuzahlen. Natürlich musst du in den Wenden total fokussiert sein. Wir haben ein paar Over-Gs gesehen, und das wird für alle eine Warnung sein. Ich habe eigentlich die gleiche Ausgangslage wie in Chiba. Ich fliege am Limit, um solche Zeiten zu erzielen. Ich werde versuchen, so weiterzumachen und hoffentlich überschreite ich dieses Limit nicht. Ich werde ein wenig Glück im Rennen brauchen. Außerdem habe ich mich am Nacken verletzt. Deshalb wollte ich mich ausruhen und im zweiten Lauf nicht fliegen. Der erste Durchgang verlief sehr gut und es war nicht nötig, noch einmal zu fliegen. Morgen muss ich nicht noch mehr geben, ich muss einfach alles nochmal so machen."

Michael Goulian
"Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Das war genau das, was ich machen wollte. Das waren zwei der kontrolliertesten Air Race Flüge, die ich in einem Rennen oder Qualifying seit einer Weile gemacht habe. Ich muss das einfach genauso wieder machen, aber ich muss auch herausfinden, warum Pete so schnell ist."

Juan Velarde
"Ich bin besser als heute Morgen geflogen. Ich hatte bessere Linien und bin mit einer höheren Geschwindigkeit zum Gate 7 geflogen und habe das G-Limit überschritten. Ich hatte nicht das Gefühl, dass es so viel war, aber ich hatte 12,7G am Anfang der Wende und dadurch habe ich eine sehr schwere Ausgangsposition für morgen. Ich muss gegen Pete antreten, der heute wirklich schnell war. Und selbst um als schnellster Verlierer weiterzukommen, muss ich morgen kämpfen. Rennen können unvorhersehbar sein, deswegen kann morgen alles passieren. Ich muss mich einfach auf mein Fliegen konzentrieren."

Peter Podlunsek
"Mein Arm schmerzt ein wenig, ich habe mir einen Muskel im 3. Freien Training gezehrt und jetzt ist er getapt. Ich habe weniger Gefühl als normal, also war ich überrascht, als ich ein Over-G bekommen habe. Mit meiner Zeit aus dem zweiten Durchlauf war ich zufrieden, wenn man meinen Schmerz bedenkt. Ich hoffe, dass die Verletzung in Kazan weg ist. Wenn ich morgen gut fliege, denke ich, dass ich eine 1:01 schaffe und eine gute Zeit erzielee."

Kirby Chambliss
"Es war schön, nach den schwierigen Bedingungen vom gestrigen Tag heute in einer ruhigen Strecke zu fliegen. Ich war sehr zufrieden mit meiner Zeit, bevor Pete eine 59,5s hingelegt hat. Da habe ich gedachte, dass ich etwas falsch mache. Morgen kann es schon wieder ganz anders aussehen."

Nicolas Ivanoff
"Verglichen zu meinem Flug von heute Morgen, war ich eine Sekunde langsamer. Es hat sich nicht gleich angefühlt im Flugzeug, vielleicht lag es am Druck des Qualifyings und außerdem war der Flug nicht so gut. Falls ich morgen früh an der Reihe bin, muss ich alles riskieren, um schnell zu sein. Ich muss eine gute Zeit erzielen."

Matt Hall
"Das neue Flugzeug ist gut. Heute bin ich immer noch ein wenig zurückhaltender geflogen, weil wir ein paar Over-Gs in Japan hatten, und gestern war es wirklich hart. Ich bin mir sehr sicher, dass ich noch schneller fliegen kann als heute und bin zufrieden, wie wir fliegen. Mein Vertrauen in das Flugzeug ist um einiges gestiegen, seitdem wir es zum ersten Mal in San Diego hatten. Teilweise muss ich mich immer noch daran gewöhnen, wie ich das Flugzeug in den scharfen Wenden kontrollieren muss."

Cristian Bolton
"Es war nicht das beste Qualifying. Ich habe bei der zweiten Runde einen Fehler gemacht, ich hab das G-Limit des Flugzeugs überschritten und das funktioniert so nicht. Morgen muss ich fehlerfrei fliegen. Ich hatte aber immer noch eine sehr gute Nettozeit, deswegen ist es nicht wichtig, gegen wen ich fliege. Ich muss in der Round of 14 einfach fehlerfrei bleiben."

Mikael Brageot
"Wir sind erleichtert, denn die Linien, die wir zuerst ausgewählt hatten, waren zu riskant, und auch wenn diese Linien langsamer sind, sind wir sehr zuversichtlich. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Flug, aber es steht heute Abend eine Menge an. Morgen wird es für alle Piloten ein sehr interessanter Tag werden."

François Le Vot
"Im Großen und Ganzen war es ein guter Tag. Die Strecke studieren, das Flugzeug kennenlernen und verstehen, wie ich es bändigen kann. Ich bin sehr zufrieden mit diesem Abend, bin im Qualifying Achter gewordenn, was ich bisher noch nie geschafft habe. Die Lücke bei den Zeiten ist auch nicht so dramatisch. Ich habe mich gesteigert, und mit meinem neuen Flugzeug bin ich endlich konkurrenzfähig. Ich muss nur verstehen, wie ich es richtig fliege."