Strecken-Analyse Budapest

Der Red Bull Air Race Streckenanalyst liefert einen ersten Einblick in die Rennstrecke

Podlunsek im Track

Das Red Bull Air Race kehrt zum elften Mal nach Budapest zurück, und schon seit Wochen wird die Rennstrecke genauestens analysiert, um sich bestmöglich vorzubereiten. In diesem Jahr gibt es gleich zwei Streckenversionen, die studiert werden mussten, eine bei tiefem Wassertand und eine bei hohem.

Aufgrund des aktuellen Wasserstands ist es sehr wahrscheinlich, dass die Variante für Niedrigwasser zum Einsatz kommt, was bedeutet, dass wir eine der beeindrucktesten Aspekte des Motorsports zu sehen bekommen – die Master Class Piloten werden unter der Kettenbrücke hindurchfliegen, bevor sie in den Track starten.

'The Beast' heißt die Strecke in diesem Jahr. 24 Gates schmücken die zwei Runden, die erwartete Endzeit liegt bei gerade einmal 48 Sekunden. "Das bedeutet, dass die Piloten alle zwei Sekunden ein Gate passieren werden", sagte der Analyst. "Außerdem werden die umliegenden Gebäude höher sein als die Pylonen, was bedeutet, dass der Wind eventuell Turbulenzen im Track oder eine Blockade der Flügelklappen bei den hohen G-Wenden verursachen könnte."

Für unseren Streckenanalyst gibt es drei Abschnitte, die über Sieg oder Niederlage über der Donau entscheiden werden. "Wenn die Piloten unter der Kettenbrücke hindurchfliegen, verlangt das ihre volle Konzentration", erklärte er. "Da die Brücke tiefer als der Durchflugsbereich (15-25m) ist, bedeutet das, dass sie auf dem Weg zum Startgate hochziehen müssen. Und wird dazu führen, dass es schwer werden wird, die perfekte Startgeschwindigkeit von 200 Knoten zu erreichen."

Die zweite Stelle, an der es für die Piloten kritisch werden könnte, ist der Anflugwinkel bei Gate 7 (und Gate 18 in der zweiten Runde). Die Piloten werden versuchen, eine Wende beim Anflug zu machen, dabei müssen sie aber auf die Sicherheitslinie achten, weil sie disqualifiziert werden, wenn sie diese überqueren. Am Ende fliegen sie eine G-Wende, um zu Gate 8 (bzw. 19) zurückzukehren. Wenn sie die Wende zu kontrolliert fliegen, laufen sie Gefahr, eine Strafe für Incorrect Level Flying zu kassieren. "Bei der flachen Wende besteht außerdem die Möglichkeit einer Blockade, was wir in den vorherigen Rennen in Budapest bereits erlebt haben", so der Rennanalyst.

Der finale Part, auf den sich die Piloten fokussieren müssen, ist das vertikale Wendemanöver (VTM). Wie auch in anderen Strecken muss das VTM gerade geflogen werden, bis das Flugzeug vertikal ausgerichtet ist, was bedeutet, dass die Piloten nicht vorher das Flugzeug nach links oder rechts kippen dürfen, da sie sonst eine Strafe für Operational Violation erhalten. Außerdem müssen die Piloten auch hier auf die Sicherheitslinie achten.

Die Piloten werden am 1./2. Juli durch die 24 Gates in Budapest fliegen. Hol dir deine Tickets HIER.