Der Sprung in die Master Class

Seit er in der Master Class unterwegs ist, hat Juan Velarde schon viel gelernt. Aber es ist noch ein langer Weg…

Juan Velarde plans to improve over the season

Der Schritt vom Challenger Cup in die Master Class bringt auch Verantwortung mit sich. Die Piloten werden plötzlich zu Team Managern, müssen alles im Blick haben und sich dabei trotzdem auf ihre Rennen konzentrieren.

Juan Velarde hat gemeinsam mit François le Vot in diesem Jahr den Sprung in die Master Class realisiert. Trotz eines etwas enttäuschenden Auftakts in Abu Dhabi, blickt Velarde optimistisch nach vorne: "Mit dem, was in Abu Dhabi passiert ist, bin ich zufrieden - nicht mit dem Ergebnis, aber mit dem Rest", sagt der Spanier. "Ich habe mich im Training in Qualifying sehr gut gefühlt. Im Rennen habe ich dann zwar einige Fehler gemacht, aber daraus lernt man. Jetzt gucke ich nach vorne auf das Rennen in Japan."

Die Zeit nach Ende der Challenger Cup Saison und vor dem Start der aktuellen Saison war eine harte Zeit für Velarde: "Es war ein großer Schritt", erklärt Velarde. "Ich musste mich nicht nur selbst fliegerisch weiterwentwickeln, ich musste auch mein Team zusammenstellen und an meinem Flugzeug arbeiten. Die Vorsaion war verrückt. Es gab so viele Dinge zu tun, und wir hatten kaum Zeit. Als ich in Abi Dhabi angekommen bin, war ich gerade einmal 30 Minuten mit meinem neuen Flugzeug geflogen."

Während der Saisonpause hat Velarde ein Team mit einem Techniker und einem Team Koordinator aufgebaut. Letzter ist bereits seit Jahren sein Freund: Anselmo Gámez. "Ich kenne Anselmo schon lange. Wir sind Partner im spanischen Aerobatic Team, sind schon viele Shows zusammen geflogen – ich vertraue ihm voll", sagt Velarde. "Ted kannte ich nicht [Ted Reynolds, Velarde's Techniker]. Es ist nicht leicht, einen Techniker zu finden, der sowohl die Fähigkeiten als auch die entsprechenden zeitlichen Möglichkeiten hat."

Es ist nie leicht, mit jemanden zusammen zu arbeiten, den man noch gar nicht kennt, aber Reynolds war zuvor bereits als Techniker von Pete McLeod im Red Bull Air Race tätig. Er ist also ein Experte. "Ich habe viele gute Dinge über Ted gehört. Deshalb habe ich ihm den Job angeboten, und er hat ihn angenommen. Wir arbeiten sehr gut zusammen."

Mit Blick auf den Rest der Saison hat Velarde noch einige Ideen in seinem Kopf, die seine Edge 540 betreffen: "Wir haben noch einige Pläne, aber vor Budapest wird das nichts. Erst nach Rovinj haben wir die Möglichkeit, am Flugzeug zu arbeiten."

"Wir wollen noch einiges modifizieren vor Budapest. Wir wollen die Maschine noch leichter machen und die Aeodynamik verbessern, um dann ein hoffentlich konkurrenzfähiges Flugzeug zu haben. Es brauch halt seine Zeit", sagt Velarde.

Velarde bleibt aber realistisch: "Der Einzug in die Round of 8 wäre ein Erfolg für mich. Vielleicht schaffe ich es ja sogar auch mal in das Final 4. Ich darf aber nicht zu viel über das Ergebnis nachdenken. Ich muss einfach konstant fliegen, dann kommen auch die Ergebnisse."