Motorenwechsel für 2014

2014 sehen wir einige technische Neuerungen, einschließlich der standardisierten für das Rennen abgestimmten Lycoming Thunderbolt 300 PS Motoren für alle Piloten.

Peter Besenyei und Moto-GP-Weltmeister Marc Marquez

Die Rückkehr der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft im Februar 2014 sieht eine Reihe von technischen Verbesserungen vor, einschließlich der standardisierten, auf die Rennen abgestimmten Lycoming Thunderbolt 300 PS Motoren für alle Piloten.

Um die gerade hergestellten Motoren möglichst fair unter allen Piloten aufzuteilen, wurden diese mit Hilfe einer offiziellen Auslosung den jeweiligen Rennteams zugeteilt. Diese fand in Anwesenheit des Rechtsbeistandes Dr. Markus Mayrhofer im Salzburger Hangar 7 statt. Die „Motorenlotterie“ wurde am Montagabend live im österreichischen TV Kanal in der Sports & Talk Show übertragen.

Der frischgekürte Moto-GP-Weltmeister Marc Marquez aus Spanien gab die Resultate live in der Sendung bekannt und sagte: „Ich denke, die Standardmotoren machen das Red Bull Air Race noch spannender als es sowieso schon war. Jetzt sind die Fertigkeiten der Piloten noch essentieller. Das ist fantastisch, eine tolle Regeländerung. Ich bin sehr gespannt, wer das Beste aus dem neuen Format macht und die Weltmeisterschaft 2014 gewinnt.“

Der Flugsport-Chef des Red Bull Air Race, Sergio Pla, sowie der technische Direktor des Red Bull Air Race, Eckhard Möhle, und Pilotenvertreter Peter Besenyei standen der Auslosung ebenfalls bei.

Pla ist sich sicher, dass die Regeländerungen auch die Bemühungen der Team-Managements bezüglich der Sicherheitsparameter des Sports neu vorantreiben. „Die neuen standardisierten Rennmotoren steigern vor allem die Sicherheit für die Piloten“, sagt er und geht weiter: „Die Athleten sind nun nicht mehr dazu befähigt, Änderungen am Motor durchzuführen oder diesen aufzutunen, womit wir garantieren, dass die wichtigsten und für die Sicherheit am relevantesten Teile des Flugzeuges gesichert sind.“

Die Lycoming Thunderbolt Motoren werden alle auf dem aktuellsten Prüfstand sein und sind dazu geschaffen, den gleichen Antrieb zu produzieren. Jeffrey Schans von Lycoming sagt, dass es ein rigoroser Prozess gewesen sei, ein detailliertes Profil für die Rennmotoren zu liefern. „Wir haben eng mit den Teams des Red Bull Air Race zusammengearbeitet, um die Spezifikationen festzulegen und die Thunderbolt-Motoren für die Teams zu bauen. Sie sind sehr leistungsstark und beeindruckend, womit sie den Ansprüchen dieses wirklich einzigartigen Kunden genügen“, sagt er.

Obwohl alle Motoren bei 300 PS liegen, könnte es kleinere technische Variationen geben, da es unmöglich ist, zwei Motoren zu entwerfen, die zu 100 Prozent gleich sind. Die Änderungen machen aber nur bis zu 2 Prozent aus, sind also minimal und werden die Rennresultate in keinster Weise beeinflussen. Der amtierende Weltmeister Paul Bonhomme stellt ebenfalls erwartungsvoll heraus, dass durch die Gleichheit der Teams, was die reine Motorkraft betrifft, die physischen Eigenheiten der einzelnen Rennflugzeuge noch mehr in den Vordergrund rücken. „Das wird sehr interessant“, sagt er und begründet: „Es grenzt das Feld zwar in der Kraft ein, aber es stellt die aerodynamischen Stärken und Schwächen sowie das Gewicht der Flugzeuge heraus.“