Die Challengers: Melanie Astles

2016 schrieb Astles Geschichte, hier erfährst du mehr über sie

Astles hat Geschichte geschrieben

Als erste Frau in der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft schrieb Challenger Class Pilotin Melanie Astles Geschichte.

Mit französisch-britischen Wurzeln wuchs Astles im Süden Frankreichs auf und hatte als Kind die Chance, bei einer britischen Flugshow im Cockpit eines Kampfflugzeugs zu sitzen. "Seit diesem Moment wusste ich, dass der Himmel der Ort ist, wo sein möchte", erinnert sich Astles.

Astles Start in der Motorsportserie verlief dann aber ein wenig holprig. Sie hatte Probleme beim Training und dementsprechend war der Anfang frustrierend. Im Verlauf ihrer ersten Saison entwickelte sie sich jedoch schnell weiter, und noch vor Saisonende bekam sie ihr eigenes Flugzeug. Das gab ihr die Möglichkeit, zu trainieren und ihre Fähigkeiten zu schulen. Sie beendete die Saison mit einem zweiten Platz in Indianapolis. Nach diesem Rennen schien es so, als ob die ganze Last von ihren Schultern abfallen würde und sie sagte im Anschluss: "Jetzt weiß ich, dass ich es kann."

Wenn Astles sich ein Ziel setzt, dann gibt sie alles, um dieses zu erreichen. Und das tut sie aktuell beim Red Bull Air Race. Astles, 34, gehört zu den jungen Piloten der Challenger Class, und wie die anderen Challengers hofft auch sie, den Sprung in die Master Class zu schaffen. "Als ich für die Challenger Class 2016 eingeladen wurde, war ich überglücklich. Das war eine große Anerkennung für mich", erinnert sich Astles. Und sie war froh, dass sie beim Red Bull Air Race als Pilot und nicht Pilotin behandelt wird.

Auch wenn Astles Sinn für Spaß (Ihr Motto ist: "Immer Lächeln") ansteckend ist, findet man sie während des Rennwochenendes selten relaxed: Sie verzieht sich, um Videos von ihren Trainingsflügen zu analysieren, oder schreitet mit Kopfhörern auf und ab, während sie ihre Rennlinie visualisiert. Sie sucht entschlossen nach Beratung und konnte auch Sponsoren ausfindig machen, wodurch sie sich ihr eigenes Flugzeug für das Training beschaffen konnte.

In dieser Saison startete sie bislang erst bei drei Rennen und schaffte es dabei einmal, auf dem Podium zu landen. Sie wird noch in Porto und in der Lausitz fliegen, was ihr noch ermöglicht, sich für das Finale in Indianapolis zu qualifizieren.

Zudem ist Astles eine Inspiration für die nächste Generation potentieller Air Race Piloten. "Ich höre von vielen jungen Mädchen – und Jungen – wie meine Erfahrungen sie motivieren, ihrer Leidenschaft nachzugehen. Im Austausch inspirieren sie mich, noch besser zu sein", erklärt sie. "Wenn ich ihnen helfen kann zu realisieren, dass man es schafft, mit harter Arbeit und einem starken Willen seinen Traum zu leben, dann bin ich glücklich. Es geht nicht nur darum, ein Mädchen in einem Männersport zu sein, sondern gut in dem zu sein, was du tust."

Mutig wie immer fügt sie noch hinzu: "Glaube daran, dass dein Traum erreichbar ist, wenn du dafür kämpfst."