Matthias Dolderer und der Blick auf 2016

Dolderer and Michael Stock

Das Jahr 2015 sah zu Beginn danach aus, als könnte es das Jahr von Matthias Dolderer in der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft werden.

Beim zweiten Rennen in Chiba flog der Deutsche auf das Podium und damit in den Kreis der ernstzunehmenden Titelanwärter. Doch es kam zunächst anders. Dolderer hatte bei den folgenden Rennen Probleme, den Sprung in das Final 4 nochmals zu verwirklichen. Bis zum letzten Rennen in Las Vegas, als er dann erneut auf das Podium erklomm. Zuvor hatte er es geschafft, konstanter zu fliegen, war beim Qualifying des vorletzten Stopps in Fort Worth sogar der Schnellste im Feld der 14 Piloten.

Dolderer hat mit seinem Techniker Tobias Odewald und seinem Rennanalysten Michael Stock ein starkes Team an seiner Seite. Zudem fliegt er mit der Edge 540 V3 in einem der neuesten Flugzeuge. Jetzt ist es an der Zeit, den nächsten Schritt in Angriff zu nehmen: Weltmeister zu werden. Und das trauen ihm Einige zu.

Mit Blick auf 2016 will Dolderer nicht nur sein Flugzeug, sondern jeden Aspekt, der ihm beim Rennen zu Gute kommt, verbessern: "Hinsichtlich des Flugzeugs werden wir neue Winglets und einen elektronischen Propeller-Controller entwickeln", erklärt er. "Zudem arbeiten wir an unserem Simulator für das Rennen in Abu Dhabi. Das ist eine sehr große Herausforderung, die viel Zeit in Anspruch nimmt. Aber dieser Simulator vermittelt am Ende das exakte Gefühl und Verhalten eine originalen Flugzeugs."

Dolderer nimmt die neue Saison sehr Ernst in Angriff und weiß genau, wie wichtig es ist, auch auf eine zermürbende Saison zurück zu gucken: "Mit Blick auf die kommende Saison werde ich auch an meiner physischen und mentalen Fitness arbeiten – gerade der mentale Part spielt eine große Rolle. Ich will vor allem gesund und happy bleiben – und 2016 Weltmeister werden."