Flugzeuge

Fakten und Statistiken zu den verschiedenen Flugzeugen der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft

Sie sind entwickelt, um so beweglich wie möglich zu sein in der Luft und sind bis zur Perfektion optimiert: Die Rennflugzeuge, die in der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft geflogen werden, sind die Vorreiter der Leichtflugzeug-Technologie.

Um eine maximale Geschwindigkeit zu erreichen, sind die Flugzeuge so leicht wie möglich konstruiert. Dazu müssen sie extrem robust und tolerant gegenüber bis zu zehnfachen G-Kräften (10 Gs) sein.

Diese propellerbetriebenen Maschinen sind höchst manövrierfähig und können bereits mit geringem Aufwand bei Hochgeschwindigkeit in eine vertikale Ausrichtung gebracht werden, was nicht einmal moderne Kampfjets nicht einmal leisten können.

In den vergangenen Jahren war es den Teams erlaubt, Änderungen an ihren Fliegern vorzunehmen, 2014 sind die Motoren und Propeller allerdings für alle Teams standardisiert. Der Lycoming Thunderbolt AEIO-540-EXP-Motor und die dreiblättrige Hartzell 7690 Propeller wurden beide rigorosen Tests unterzogen und halten die Spezifikationen des Sports genau ein. Sowohl die Piloten wie auch die Teams stecken stattdessen noch mehr Aufwand in die Perfektionierung der Aerodynamik des Flugwerks, genauso wie auf die Fertigkeiten und Fähigkeiten der Piloten.

EDGE 540: ZIVKO AERONAUTICS, USA

Die Edge 540, hergestellt von Zivko Aeronautics ist genauso präzise und kontrollierbar wie sie auch aggressiv ist. Die kleine Einsitzer-Maschine ist das favorisierte Flugzeug unter den Red Bull Air Race Piloten, vor allen Dingen wegen seines Flugzeugrumpfs.

Der computeroptimierte Stahlrohrrahmen macht die Edge 540 zu einem extrem leichten, haltbaren und leicht reparierbaren Flugzeug.

Mit seinen unkonventionellen und gradlinigen Flügeln hat die Edge 540 bereits viel Aufmerksamkeit im Flugzirkus auf der ganzen Welt auf sich gezogen, vor allen Dingen als Kirby Chambliss damit begann, es für Kunstflug-Wettbewerbe zu benutzen. Seitdem hat sich der Flieger zu einer hochverfeinerten und technologisch verbesserten Version des originalen Prototypen entwickelt. Die radikalen Flügel sind mittlerweile als richtungsweisender Aspekt des Designs anerkannt.

 

Edge 540 V2

LÄNGE: 6.3m

FLÜGELSPANNWEITE: 7.44m

ROLLGESCHWINDIGKEIT: 420°/sec

STEIGGESCHWINDIGKEIT: 3,700 Fuß pro Minute

HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT: 425.97 km/h (230kts)

MAXIMALE G-KRAFT: +/-10G

FLÜGELDESIGN: Symmetrisch, Carbonfaser

V2 PILOTEN: Bolton, Goulian, Ivanoff, Le Vot, Podlunsek und Velarde

V3 PILOTEN: Chambliss, Dolderer, Hall, Kopfstein, McLeod, Muroya und Sonka

Für 2014 haben einige Piloten auf die für das Rennen maßgeschneiderte Edge V3 gewechselt. Die V3 unterscheidet sich zur 540 auf verschiedene Art und Weise:

Die V3 hat eine größere Toleranz für vertikale Beschleunigung. Der Körper wurde ganz fein verbessert, um die Aerodynamik zu verbessern und den Luftwiderstand zu verringern. Die Modifikationen reichen von einem flacheren Kabinendach bis zu Verbesserungen an Auspuff, Flügeln, Verkleidung und Rädern sowie erweiterten Winglets, einem kürzeren Landungshauptfahrgestells und einer verbesserten Motorhaube.

 

MXS-R

Die MXS-R repräsentiert den neuesten Stand der Technik bezüglich Design und Technologie. Der "Edge Beater" hat seinen Namen daher, dass er ein würdiger Gegner für die Edge 540 ist. Beim Entwurf des Flugzeugs wurden fortschrittliche Computermodelle mit einem Schwerpunkt auf aerodynamische Effizienz benutzt. Als Folge kam der Maschine bereits viel Respekt in den Rennarenen zu und gilt unter den Piloten wegen seiner gratiös fließenden Linien als Kunstwerk angesehen. Was die MXS-R zu einem wirklich einzigartigen Flugzeug macht ist die Tatsache, dass es komplett aus Carbonfaser aus der Raumfahrt hergestellt ist, wodurch dem Flugzeug eine besondere Stärke und Haltbarkeit verliehen wird, die man noch bei keinem anderen Flugzeug so gesehen hat.

LÄNGE: 6.51m

FLÜGELSPANNWEITE: 7.32m

ROLLGESCHWINDIGKEIT: 420°/sec

STEIGGESCHWINDIGKEIT: 3,500 Fuß pro Minute

HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT: 425.97 km/h (230kts)

MAXIMALE G-KRAFT: +/-12G

FLÜGELDESIGN: Symmetrisch, Carbonfaser

PILOTEN: Brageot

 

Extra 330LX

Die Extra 330LX ist ein Zweisitzer und Eindecker gebaut für den Kunstflug. Das Flugzeug wurde 2013 gebaut, ist für die Unlimited Aerobatics zertifiziert und wird von allen Piloten im Challenger Cup geflogen. Die Flugzeugzelle ist aus Karbon und verfügt über ein steuerbares Spornrad. Es verfügt zudem über einen Rumpf aus Stahl für eine größere Langlebigkeit. Zusammengefasst ist die Extra 330LX ein leichtes und robustes Flugzeug und damit ideal für die neuen Piloten beim Red Bull Air Race.

LÄNGE: 7.2m

FLÜGELSPANNWEITE: 8.0m

ROLLGESCHWINDIGKEIT: 400°/sec

STEIGESCHWINDIGKEIT: 3,200 Fuß pro Minute

HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT: 405 km/h (219kts)

MAXIMALE G-KRAFT: +/-10

FLÜGELDESIGN: Symmetrisch, Carbonfaser

PILOTEN: Alle Challenger Class Piloten