Rückblick – San Diego 2017

Das zweite Rennen ließ in der Sonne Kaliforniens keine Wünsche offen

Muroya dem Weg zum Sieg

Nach acht Jahren kehrte die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr wieder zurück nach San Diego und bot den Zuschauern ein packendes Rennen, das auch die Piloten begeisterte.

Martin Sonka ging nach seinem Sieg beim Auftaktrennen in Abu Dhabi als Spitzenreiter ins Rennen. Juan Velarde und Pete McLeod sowie der Weltmeister von 2016, Matthias Dolderer, folgten ihm auf den weiteren Plätzen.

McLeod, Sonka und Yoshihide Muroya waren die schnellsten Piloten zu Beginn der Rennwoche, entschieden jeweils eine Trainingssession für sich. Muroya flog zudem in 57.909 Sekunden einen neuen Streckenrekord und war damit der einzige Pilot, der in der gesamten Woche die 58-Sekunden-Marke knacken konnte. Petr Kopfstein, Michael Goulian und Dolderer konnten ebenfalls überzeugen, und Matt Hall schaffte in seiner neuen Edge 540 auf Anhieb Platz fünf im FT3 – ein beeindruckendes Ergebnis für einen Piloten in einer Maschine, die gerade fertiggestellt wurd

San Diego Renn-Highlights

Beim Qualifying fand Dolderer dann zurück zu alter Stärke und sicherte sich in 58.332 Sekunden die Pole-Position. Mit 0,646 Sekunden Rückstand sicherte sich Goulian in seinem Heimatland Rang zwei, Sonka wurde Dritter, Matt Hall Vierter.

Muroya indes erwischte keinen guten Lauf, belegte nur Platz zehn und traf dadurch in der Round of 14 direkt auf McLeod.

Der Japaner hatte in diesem Duell, es war das erste am Renntag, am Ende die besseren Nerven und zog mit 0.458 Sekunden Vorsprung in die nächste Runde ein. Hall traf auf Peter Podlunsek und musste sich in seinem neuen Flugzeug mit 0.743 Sekunden geschlagen geben. Damit schaffte der Slowene zum zweiten Mal in seiner Karriere den Sprung in die Round of 8.

Die weiteren Piloten, die es in die Round of 8 schafften waren: Kirby Chambliss, Petr Kopfstein, Michael Goulian, Matthias Dolderer, Nicolas Ivanoff und Martin Sonka als "Fastest Loser".

Sonka traf in der zweiten Runde auf Muroya und musste sich dem Japaner, der sich in Topform präsentierte und 0.221 Sekunden schneller war als der Tscheche, geschlagen geben. Dolderer bezwang Kopfstein und machte damit bereits sein zweites Final 4 in dieser Saison perfekt, Chambliss schmiss Ivanoff aus dem Wettbewerb und Goulian unterlag nach einem Pylonentreffer Podlunsek, der erstmals in seiner Karriere den Sprung ins Final 4 schaffte.

San Diego Galerie Renntag

Im Final 4 musste Muroya als Erster in den Track und flog in 58.529 Sekunden die schnellste Zeit des Tages. Der einzige Pilot, der am Renntag ebenfalls unter 59 Sekunden blieb, war Podlunsek in der Round of 14.

Dolderer musste als zweiter Pilot in den Track, war auch bei der zweiten und dritten Zwischenzeit schneller als Muroya, aber auf dem Weg zu einer neuen Bestzeit touchierte er das vorletzte Gate, kassierte drei Strafsekunden und verpasste damit die zwischenzeitliche Führung.

Chambliss hatte einen Podiumsplatz im Visier, flog aber zu hoch an Gate 10, kassierte dafür zwei Strafsekunden und rutschte ans Ende des Rankings.

Nur Podlunsek konnte Muroya nun noch vom Thron stürzen. Er flog auch sauber, war in 1:00.454 Minuten aber 1.925 Sekunden langsamer als Muroya. Seine Zeit bescherte ihm dennoch Platz zwei vor Dolderer und damit den ersten Podiumsplatz seiner Karriere.

Durch das Ergebnis kletterte Sonka mit 22 Punkten an die Spitze der Gesamtwertung vor Dolderer, Muroya, Velarde und Podlunsek.

Als nächstes Rennen stand nun in Chiba im Folgemonat auf dem Programm...

San Diego Rennergebnis