Über Land oder über Wasser?

Die Piloten sprechen hinsichtlich der Art der Rennstrecke über ihre Präferenzen

Velarde bevorzugt das Wasser

Bei jedem Motorsport haben die Piloten/Rennfahrer ihre Lieblingsstrecken. Einige bevorzugen die Sprintstrecke mit langen Geraden und wenigen Kurven, andere wiederum die engen verwinkelten Strecken. Beim Red Bull Air Race gibt es einen weiteren Punkt, der die Meinungen spaltet: Und zwar, ob das Rennen über Land oder über Wasser stattfindet.

Aktuell bereiten sich die Piloten auf das Rennen im kommenden Monat in Porto vor. In dieser Saison wird es das letzte Rennen sein, das über Wasser ausgetragen wird, bevor die Motorsportserie weiter zu den Speedway Tracks in die Lausitz und Indianapolis zieht.

Seit der Rückkehr der Serie gab es noch nie so viele Tracks über Wasser wie in der Saison 2017. Am Ende dieses Jahres werden die Piloten sechsmal über Wasser und nur zweimal über dem Festland geflogen sein. In den zurückliegenden Saisons war das Verhältnis immer ausgeglichen, mit jeweils vier Rennen über Wasser bzw. Land. Im vergangenen Jahr war das Verhältnis sogar 3:5 zu Gunsten der Tracks über Land. 2017 ist also ein besonderes Jahr.

"Ich bevorzuge die Wasserstrecken", erklärt Master Class Pilot Juan Velarde. "Da kann ich die Gates besser in der Strecke sehen. Der Kontrast zwischen dem blauen Wasser und den rot- weißen Pylonen macht es für mich leichter."

Der amtierende Weltmeister Matthias Dolderer hat da eine andere Meinung: "Die visuelle Wahrnehmung ist über Land viel leichter. Über Wasser kann es schwer sein, die Höhe richtig abzuschätzen, besonders wenn das Wasser glasklar ist. Die Einschätzung kann hart sein, und wenn die Sonne tief steht, kann dich das im Track blenden."

Matthias Dolderer bevorzugt es, über dem Festland zu fliegen ©Marc Mueller/RBAR

Michael Goulian präferiert ebenfalls die Strecken über Land: "Ich erinnere mich an Ascot, wo du so dicht an den Fans dran bist. Du kannst sie sogar hören. Das ist ein tolles Gefühl und spornt dich an", erklärt er. "Die unterschiedlichen Strecken sind Teil des Spiels. Ich habe das Gefühl, ich komme mit den Tracks über Land besser zurecht, da ich ein besseres Gefühl für die Geschwindigkeit habe. Und ich nehme besser wahr, wie gut ich durch den Track fliege."

Michael Goulian, ein weiterer Liebhaber der Festland-Strecken, wird sich auf die Rückkehr zu den Speedway Tracks freuen ©Joerg Mitter/RBAR

In diesem Jahr geht es im Gesamtklassement ganz eng her, die Top-Vier trennen aktuell nur zwei Punkte. Es steht also alles auf dem Spiel. Wer auch immer die Umstellung von Wasser auf Land am besten meistert, hat am Ende auch die größten Chancen, Weltmeister zu werden.

Das sechste Rennen in Porto findet am 02./03. September statt. Hol dir deine Tickets HIER!