Teams trotz abgesagtem Training zuversichtlich

Winde verwüsten den Race Airport von Chiba

Bonhomme konnte den Kalibrierungsflug durchführen

Die Master Class Piloten des Red Bull Air Race zeigten sich in ihren Hangars zuversichtlich, obwohl sie sich bisher noch keinen Eindruck vom Track in Chiba machen konnten.

Das heutige (Freitag) Freie Training wurde aufgrund von zu starken Winden auf dem Race Airport abgesagt. "Die aktuellen Wetterbedingungen lassen uns keine andere Wahl, als das Freie Training an diesem Freitag abzusagen. Die Stärke und Richtung des Windes lässt es nicht zu, dass die Piloten auf dem Race Airport starten. Wir haben im Laufe des Nachmittags versucht, einen Startzeitfenster zu finden, wir konnten jedoch lediglich den Kalibrierungsflug durchführen. Sicherheit hat beim Red Bull Air Race oberste Priorität", erklärte Renndirektor Jim DiMatteo in einem Statement.

Paul Bonhomme konnte während des Kalibrierungsfluges, der vor dem ersten Flug des Tages stattfindet, bereits das Zeitmessequipment testen. Aufgrund seines Fluges wurde anschließend beschlossen, dass es nicht möglich ist, das Freie Training durchzuführen.

Die Piloten liebes es, in Japan zu fliegen. Das liegt allen voran an den tausenden leidenschaftlichen Fans, die das Rennen verfolgen. Und obwohl die Piloten die Strecke noch nicht testen konnten, blieben sie positiv. So zeigte sich Weltmeister Dolderer nach dem er von der Absage des Trainings erfahren hatte dennoch optimistisch für das Rennen am Wochenende: "Es ist ok. Es war ein hektischer Tag, aber wenn es zu windig ist, hat das Rennkomitee keine andere Wahl, als die Session abzusagen. Im Track wird es interessant werden, da diese vom Cockpit aus immer anders aussieht als auf dem Papier oder auf Fotos, aber wir sind bereit. Es ist ein sehr technischer Track, deswegen mag ich ihn. Er sieht wie ein Slalom-Kurs durch den Wald aus."

Auf die Piloten wartet eine Challenge in Chiba, bei der jede Sekunde zählt. "Nicht zu fliegen, ist nicht zu schlimm", so der aktuell Führende im WM-Ranking, Martin Sonka. "Ich freue mich immer sehr auf das nächste Rennen, deswegen ist es toll, endlich hier zu sein. Wir haben den Track ganz genau analysiert. Es ist ein technischer Track, und der Wind ändert sich häufig, so dass sich auch der Track komplett verändern kann, je nach dem aus welcher Richtung derab Wind kommt. Wir haben aber alle Eventualitäten studiert. Es ist ein interessanter Track, und wir sind bereit."

Matt Hall, der aufgrund seines neuen Rennflugzeugs nach wie vor von jedem Moment im Cockpit profitiert, war ein wenig verärgert, als die heutige Session abgesagt wurde. "Es ist enttäuschend. Wir haben diesen langen Weg auf uns genommen, und wir wollen einfach nur fliegen. Besonders in meiner Situation; Ich bin bisher nur zwölf Stunden mit diesem Flugzeug geflogen, deswegen muss ich da draußen sein und es fliegen. Im Moment zählt für mich jede Minute."

Das Wetter für das morgige Freie Training und Qualifying scheint jedoch besser zu werden. Verfolge die Action HIER!