10 der besten Momente von 2014-2019

Einige der Momente, die uns aus den zurückliegenden sechs Saisons in Erinnerung geblieben sind

Die Weltmeisterschaft hat unvergessliche, emotionale Momente hervorgebracht. Hier kommen einige der Besten aus den vergangenen sechs Saisons.

10) Der Flug unter der Kettenbrücke in Budapest: Ungarn ist die spirituelle Heimat des Red Bull Air Race, und das Bild der Rennflugzeuge unter der Kettenbrücke von Budapest ist zu einem Symbol des Sports geworden. Fans und Piloten konnten davon nicht genug bekommen, und so wurde der erste Flug eines jeden neuen Master Class Piloten zum Ritual.

9) Nigel Lamb gewinnt die Weltmeisterschaft: Es ist bekannt, das Konstanz Weltmeister hervorbringt, und Nigel Lamb hat dies eindrucksvoll untermauert. 2014 machte das britische Ass, das seit 2005 um den Titel gekämpft hat, seinen ersten Sieg perfekt. Im Anschluss belegte er in allen fünf weiteren Rennen Platz zwei. Zwar konnten andere Piloten mehr Siege für sich verbuchen, aber Lambs Konstanz bescherte ihm den Titel – eine würdige Ehre für einen Piloten, der für Integrität und einwandfreies Fliegen bekannt ist.

8) Paul Bonhomme holt seinen dritten WM-Titel: Der Brite Paul Bonhomme sorgte bereits früh für Furore, als er 2010 als erster Pilot überhaupt seinen WM-Titel aus dem Vorjahr verteidigen konnte. 2015 setzte er nochmals einen drauf und gewann mit fünf Punkten Vorsprung vor dem Australier Matt Hall seinen dritten Titel. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere gab Bonhomme dann auch seinen Rücktritt bekannt, und kein anderer Pilot konnte je an seinen Rekord anknüpfen.

7) Peter Besenyei tritt zurück: Ein weiterer Pilot, der am Ende der Saison 2015 zurücktrat, war Peter Besenyei. Der Visionär aus Ungarn hat den Sport mit ins Leben gerufen, war selbst Testpilot für die ersten Pylonen und gewann 2003 den Titel in der Debütsaison der Serie. Das gesamte WM-Starterfeld versammelte sich in Besenyeis Hangar nach dessen letztem Flug, empfing ihn mit einem herzlichen Applaus und untermauerte damit die hohe Wertschätzung, die der Ungar genoss.

6) Racing auf dem Indianapolis Motor Speedway: Die Heimat des Indianapolis 500 ließ die Piloten immer wieder über sich hinauswachsen. Matthias Dolderer aus Deutschland sicherte sich hier 2016 den WM-Titel, ebenso wie Yoshihide Muroya aus Japan ein Jahr später. 2018 trug der US-Amerikaner Michael Goulian seinen Namen in die traditionsreiche Siegerliste des Indianapolis Motor Speedway ein. In der Challenger Class wurde Mélanie Astles aus France zur ersten Frau, die jemals einen großen Motorsport-Event auf „Der Brickyard“ gewinnen konnte (2017).

5) Die Airgators wachsen über sich hinaus: Die Airgators sind die Heros hinter den Kulissen, und beim Saisonfinale 2016 waren sie besonders gefordert. Winde mit über 40 Knoten führten dazu, dass den Pylonen die Luft ausging oder sie gar zerplatzen. Eine ganze Stunde kämpften die Airgators gegen den Wind an und versuchten alles, um die 25 Meter hohen Pylonen aufrechtzuerhalten – am Ende gewannen sie den Kampf zur Freude der Zuschauer. Die Flüge wurden zwar aus Sicherheitsgründen abgesagt, aber der Einsatz der Airgators bleibt unübertroffen.

4) Die Wiederauferstehung des Kirby Chambliss: Keiner kommt auf mehr Einsätze beim Red Bull Air Race als US-Pilot Kirby Chambliss: sagenhafte 92! 14 Saisons bestritt Chambliss, durchlebte dabei viele Höhen und Tiefen. Chambliss gewann 2004 und 2006 den Titel, aber als das Red Bull Air Race nach einer Pause 2014 zurückkehrte, beendete der Texaner die WM gleich drei Mal in Folge außerhalb der Top-Fünf. Die Kehrtwende folgte 2017, als Chambliss in Budapest seinen ersten Sieg seit neun Jahren unter Dach und Fach brachte und einen weiteren Triumph in Kazan in Russland folgen ließ. Chambliss verpasste das Gesamtpodium am Ende als Vierter zwar denkbar knapp, aber er war zurück im Geschäft.

3) Yoshihide Muroya und seine Heimrennen: Die japanischen Superfans sorgten bei jedem Rennen in Chiba für pure Emotionen. Aber zunächst begann alles mit einem Schock, als Muroya 2015 das maximale G-Limit überschritt und ein DNF kassierte. 2016 schlug Muroya zurück und machte an gleicher Stelle seinen ersten Sieg perfekt. 2017 folgte ein weiterer Triumph, 2018 dann nur der letzte Platz. 2019 war Chiba Austragungsort des Saisonfinales, und Muroya schlug erneut zu, schnappte sich den nächsten Heimsieg und Platz zwei in der WM-Gesamtwertung.

2) Martin Sonka – vom Pechvogel zum Hero: Martin Sonka aus der Tschechischen Republik legte 2017 fulminant los, gewann das Auftaktrennen in Abu Dhabi und ging als Spitzenreiter in das Saisonfinale. Dort musste er im Final 4 als letzter Pilot ran, fand aber nicht zu seiner Form und musste Muroya den Titel mit vier Punkten Rückstand überlassen. 2018 startete das Red Bull Team Sonka mit zwei Disqualifikationen aufgrund technischer Verstöße in die Saison. Aber Sonka schlug zurück, gewann vier der noch sechs ausstehenden Rennen und bescherte den tschechischen Fans und seinem Land den ersten WM-Titel.

1) Matt gets the monkey off his back: Matt Hall aus Australien stand bereits in seiner Rookie-Saison 2009 als Dritter auf dem Gesamtpodium. In den Folgejahren wurde er dreimal Zweiter. Der große Triumph blieb aber aus, und als das Red Bull Air Race bekanntgab, dass es nach 2019 nicht weiter fortgesetzt wird, lief ihm die Zeit davon. Motorprobleme beim Saisonauftakt sorgten für eine weitere Ernüchterung, aber der Aussie kehrte zurück und kämpfte mit Sonka und Muroya unerbittlich um den Titel. In seinem letzten Lauf ging Hall auf Nummer sicher, tat nur das Nötigste und gewann die Weltmeisterschaft mit einem Punkt Vorsprung. Das Lächeln auf seinem Gesicht sprach Bände…

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