Die Entwicklung des Rennflugzeugs

Wie sich das Wettkampflugzeug im Laufe der Jahre weiterentwickelt hat

Als das Red Bull Air Race 2003 ins Leben gerufen wurde, starteten die Piloten in den unterschiedlichsten Flugzeugen. Paul Bonhomme erklärt, dass man einfach damit flog, was man hatte. Das heißt, was auch immer man im Hangar stehen hatte, wurde genutzt, um beim Air Race an den Start zu gehen.

Heutzutage sieht das ganz anders aus. Die Piloten haben strukturierte Teams an ihrer Seite: Taktiker, Aerodynamiker und Techniker versuchen in den Hangars alles, um Hundertstelsekunden herauszuholen.

Um die Vielfalt der Rennflugzeuge über die vielen Jahre unter die Lupe zu nehmen, haben wir mit Kirby Chambliss gesprochen. Der US-Amerikaner ist von Beginn an dabei und kann wie kein anderer über den Anfang und die vielen Entwicklungen plaudern. "Beim Auftakt 2003 sind wir in Sukhois [ein in Russland hergestelltes Flugzeug mit Sternmotoren] oder Extras geflogen. Ich selbst hatte eine zweisitzige Edge", erklärt Chambliss. "Nicolas ist eine CAP232 geflogen, ein erstklassiges Kunstflugzeug, aber ein katastrophales Rennflugzeug."

Eine Übersicht früherer Rennflugzeuge, darunter eine CAP232, Extras, Edges sowie eine Sukhoi Su-26M

Als sich die Serie immer weiterentwickelte und der Abstand zwischen den Piloten von 3 auf 0.03 Sekunden zusammenschrumpfte, begannen die Teams ihre Flugzeuge zu modifizieren und damit leichter und schneller zu machen. Aber nicht immer brachten die Modifikationen den erwünschten Erfolg. "Für mich war es immer frustrierend, wenn wir etwas Neues ausprobiert haben, um das Flugzeug schneller zu machen, es am Ende aber überhaupt nicht funktioniert hat", so Chambliss. "Am nächsten Tag haben wir dann darüber gescherzt, wieviele Teile wir im Hangar liegen haben, die nichts gebracht haben, obwohl uns Leute gesagt haben, dass sie uns helfen werden. Es ist unglaublich wie viel Geld man in Modifikationen investiert – da kann man manchmal durchdrehen. Das einzige was ich gelernt habe ist: Du musst bezahlen, egal, ob es sich auszahlt oder nicht. Und es ist ganz egal, was du bezahlst!"

Chambliss ehemalige Edge 540 mit geraden Wingtips und einem großen Kabinendach

Aktuell gibt es zwei verschiedene Rennflugzeuge, und beide sehen anders aus als die Standardmodelle, die aus der Produktion kommen. "Heutzutage haben wir zwei verschiedene Rennflugzeuge, und beide sind extrem modifiziert. Die Edge 540 V3 und MXS-R werden speziell für das Rennen hergestellt, und wir modifizieren sie dann noch. Das hört auch nie auf. Es hat sich über die Jahre so viel verändert", sagt Chambliss.

Eine Sache ist aber sicher: Der Konkurrenzgedanke hat die Weltmeisterschaft immer spannender gemacht. "Als wir losgelegt haben war es fast normal, dass zwischen uns drei Sekunden lagen. Bei einem Rennen in diesem Jahr lagen zwölf Piloten innerhalb von nur einer halben Sekunde. Das ist eng und macht die Serie noch aufregender", erklärt Chambliss abschließend.

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