Die Renndirektoren des Red Bull Air Race

Dass es beim Red Bull Air Race während der Flyingsessions reibungslos abläuft, liegt in den Händen von zwei Renndirektoren: dem früheren Red Bull Air Race Sieger Steve Jones sowie dem ehemaligen Marineflieger Jim DiMatteo.

"Während einer Rennwoche halten wir ein Auge auf die Organisation und schauen, ob alles im Lot ist", sagt Jones. "Wir wollen sicher gehen, dass alles rund läuft, checken Dinge, die andere noch nicht im Blick hatten. Wir sind am Ende dafür verantwortlich, dass am Renntag jeder ein sicheres und faires Rennen absolvieren kann."

Aber die Arbeit eines Renndirektors beginnt nicht erst in der Rennwoche, sie haben noch viele weitere Dinge auf ihrer Agenda stehen, halten unter anderem den Kontakt zu den länderspezifischen Luftfahrtbehörden und befassen sich mit dem Design des Tracks. "Wir haben immer einen guten und anspruchsvollen Track im Visier und machen uns Gedanken darüber, ob wir noch Änderungen durchführen müssen", erklärt Jones.

Das Gros der Locations verfügt über einen sehr begrenzten Luftraum. Dementsprechend müssen die Renndirektoren viele Absprachen mit den lokalen Luftfahrtbehörden treffen, damit das Fliegen an diesen Locations überhaupt erst möglich wird: "Wir arbeiten eng mit den zivilen Luftfahrtbehörden zusammen. Bestes Beispiel ist Ascot: Hier sind wir sehr eingeschränkt, fliegen quasi in einer Blase, die von einem kontrollierten Luftraum umgeben ist. Die britische Luftfahrtbehörde kommt uns hier sehr entgegen, erlaubt uns, eben genau in dieser Blase fliegen zu dürfen. Wir aber müssen aufpassen, dass wir sie auf keinen Fall verlassen", erläutert Jones. "Zudem achten wir darauf, dass der Weg der Piloten vom Airport zum Racetrack so einfach wie möglich gestaltet wird. Sie gehören zwar alle zu den erfahrensten Piloten der Welt, aber wir wollen, dass sie sich auf das Rennen konzentrieren."

Der Arbeitsplatz der Renndirektoren ist der Race Tower, aber sie sind auch täglich auf dem Race Airport, nehmen dort am morgendlichen Briefing der Piloten teil. "Dort haben die Piloten die Möglichkeit, ihre Meinungen zum Track zu äußern", so Jones. "Wir hören zu, denn sie alle sind sehr erfahren, haben aber trotzdem viele unterschiedliche Ansichten. Diese sammeln wir und entscheiden danach, ob Veränderungen am Track nötig sind."

Während eines Rennens achten Jones und DiMatteo vor allem darauf, dass es ein faires Rennen ist, die Piloten korrekt durch den Track fliegen und keine Zeitstrafen kassieren. "Dabei helfen uns auch spezielle Kameras, mindestens zwei an jedem Gate, um sicher zu gehen, dass auch wirklich alle Regeln eingehalten werden", erklärt Jones. "Zusätzlich haben wir zahlreiche sehr erfahrende Piloten und Ex-Piloten über den Track verteilt, die darauf achten, dass die Teilnehmer die Zuschauerlinie nicht überqueren – das ist ganz wichtig für die jeweiligen Luftfahrtbehörden. In Budapest zum Beispiel dürfen die Piloten nicht zu nah an das Ufer heranfliegen. Dort positionieren wir erfahrene Piloten, die genau das im Blick haben und Überschreitungen der Sicherheitslinien sofort melden."

Die Rolle eines Renndirektors ist immens wichtig beim Red Bull Air Race. Auch und gerade deshalb sind mit Jones und DiMatteo gleich zwei erfahrene Piloten dafür verantwortlich, dass alles reibungslos abläuft. Und sie haben einmal mehr dafür gesorgt, dass sich die Piloten und Fans des Red Bull Air Race auf eine packende Weltmeisterschaft freuen dürfen.

Ähnliche Artikel

Hinter den Kulissen: Die Kontrolle der Piloten

Wie in jeder Motorsportart spielt Fairness auch bei der Durchführung des Red Bull Air Race eine enorm wichtige Rolle. Das Kampfgericht sorgt dafür, dass sich die Pilot...
Lese den kompletten Artikel
Weitere Piloten
Former Pilot Former Pilot

Steve
Jones

2003-2008
 United Kingdom GBR