Hall blickt zurück auf seinen Sieg in Chiba

Bei der dritten Station der Red Bull Air Race Saison 2018 hat Matt Hall seinen zweiten Sieg in Folge perfekt gemacht und die Spitzenposition im WM-Ranking ergattert.

Aktuell liegt Hall punktgleich mit dem US-Amerikaner Mike Goulian an den Spitze der Weltmeisterschaft, aber der erneute Triumph gibt dem Australier noch mehr Selbstbewusstsein vor dem nächsten Stopp im Juni in Budapest.

Die Bedingungen am Rennwochenende in Chiba in Japan waren anspruchsvoll. Die starken Böen brachten die Piloten im schnellen und technischen Track an ihre Grenzen. Aber der ehemalige Kampfpilot Hall war immer auf der Hut, zeigte insbesondere in den K.-o.-Runden am Renntag makellose Leistungen. Im Final 4 musste er dann als letzter Pilot in den Track, von Druck war aber auch hier nichts zu spüren, und so schnappte er dem US-Amerikaner Goulian den Sieg noch vor der Nase weg.

"Ich liebe Japan. Es ist für mich etwas ganz Besonderes, hier ein Rennen zu gewinnen", so Hall, der erklärte, dass er traurig war, als sein Freund und Kontrahent Yoshihide Muroya in der Round of 14 aufgrund einer Disqualifikation bereits früh ausgeschieden war. "Jeder sieht da draußen nur den Piloten, aber es ist ein Teamsport, und wir haben an diesem Wochenende sehr hart gearbeitet, damit jeder von uns seine Aufgabe bestmöglich erledigen kann. Ich bin der Pilot, sitze nur im Flugzeug und muss fliegen. Es ist ein fantastisches Rennen, um solch einen Erfolg zu feiern... Ich bin zuversichtlich, dass wir den Erfolg mit zum nächsten Rennen nehmen können."

Nach zuletzt eher sporadischen Siegen gelang Hall in Chiba nach seinem Erfolg in Cannes bereits der zweite Sieg in Folge. Das Matt Hall Racing Team ist also auf einem sehr guten Weg.

"Wir sind hoffentlich da angekommen, wo wir schon vor einigen Jahren gestanden haben. Hinter uns liegt ein Jahr ohne Siege. Mit unserer MXS haben wir 2016 auch schon mal zwei Rennen in Folge gewonnen, jetzt mit der Edge. Der Sieg in Chiba fühlt sich noch besser an, als der beim letzten Rennen, denn diesmal war es wirklich ein harter Kampf."

2017 war alles andere als eine gute Saison für Hall, der lediglich 40 WM-Punkte einfliegen konnte. Eine Zahl, die er nun bereits in Budapest, also nach gerade einmal der Hälfte aller Saisonrennen, erreichen kann. Hall wartet nach wie vor auf den WM-Titel, den er bereits zweimal (2015 und 2016) als Vize-Weltmeister knapp verpasste. 2015 lieferte er sich im Kampf um die WM-Krone ein packendes Duell mit dem späteren Weltmeister Paul Bonhomme.

"Ich habe schon einige harte Kämpfe hinter mir, 2015 war einer davon. Ich habe keine Angst davor, Risiko einzugehen und alles auszuprobieren."

Hall lässt Rückschläge, Misserfolge und Herausforderungen nicht einfach nur hinter sich, er zieht seine Schlüsse daraus, um sich weiterzuentwickeln:

"Ich habe mein ganzes Leben über gekämpft, und es war nicht immer alles von Erfolg gekrönt. Als ich noch klein war, hat man mir immer gesagt, dass man von Rückschlägen eine dickere Haut bekommt und aus ihnen lernt. Damals empfand ich diesen Rat schrecklich, weil für mich nur der Sieg gezählt hat... Der Schlüssel zum Erfolg ist, hartnäckig zu bleiben und niemals aufzugeben. Nach Rückschlägen wieder aufzustehen, das ist ein Prozess, den man erst lernen muss."

Was können wir von dem Australier also beim nächsten Rennen in Budapest im kommenden Monat erwarten? Kann das Team den Hattrick perfekt machen? Jetzt, wo Hall und Goulian gleichauf sind, steht einem packenden Rennen nichts mehr im Wege. Der kleinste Fehler kann bereits den Unterschied machen.

"Ich bin besser darin, zu attackieren, als defensiv zu agieren", erklärt Hall mit Blick auf seine zurückliegenden Leistungen in Cannes und Chiba. Seinem Plan für Budapest will er aber noch nicht preisgeben. "Wir werden am Ende der Saison sehen, wo wir stehen."

70.000 Fans feierten die Piloten in Chiba. Und für die gibt es von Hall nur lobende Worte: "Ich hoffe, dass dieses Rennen für immer Teil des Kalenders bleibt – die Kultur hier ist einfach unglaublich. Jeder hier ist mit Begeisterung dabei. Ich habe ihr Idol aus dem Rennen geschmissen, und sie feiern mich immer noch. "

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