Murphy spürt keinen Druck

Das jüngste Master Class Mitglied bleibt auch in seiner zweiten Saison gelassen

Der Brite Ben Murphy sorgte für Aufruhr unter den Master Class Piloten als er in seiner Debütsaison in Master Class die höchste, jemals von einem ehemaligen Challenger-Piloten pack erreichte Punktzahl erzielte.

Murphy wurde 2018 Siebter mit 29 Punkten, stand zweimal im Final 4 – bemerkenswert für einen Debütanten.

Die aktuelle Saison begann Murphy im Mittelfeld, ein unkonzentrierter Lauf in der Round of 14 mit einem Over-G und einem Pylonentreffer endete im frühen Aus am Renntag. Am Ende stand für den Briten nur Rang 13 zu Buche.

Stellt sich die Frage, ob Murphy in seiner zweiten Saison nun mehr unter Druck steht und ihm dadurch im Track unnötige Fehler unterlaufen? Er selbst sieht das nicht so…

“Ich spüre nicht mehr Druck”, erklärt Murphy. “Wir haben eine sehr gute erste Saison bestritten, das hat mir den Druck genommen. Jeder fürchtet sich vor der ersten Saison, weil du nicht weißt, wie du abschneiden wirst und wie dein Flugzeug und Team funktioniert. Weil es bei uns aber gut geklappt hat, machen wir uns keine großen Sorgen, der Druck ist demnach gering. Druck verursacht man selbst, wir müssen einfach dagegenhalten.“

Murphy's Team treibt ihn an

Murphy hat schnell registriert was in Abu Dhabi schiefgelaufen ist. Kurz bevor er in den Track gestartet ist, hat er zahlreiche Messwerte im Flugzeug verloren – und in dem Zuge auch seinen Fokus und Rhythmus. Ihm unterliefen Fehler, die er später nicht wieder wettmachen konnte. Murphy ist sich aber sicher, dass er aus diesen Fehlern lernen wird. “Wir haben ein paar Messwerte im Flugzeug verloren kurz bevor wir in den Track gestartet sind, aber am Ende des Tages ist es auch nur ein Flugzeug, das ich fliegen muss. Wir haben gelernt, dass wir uns nicht ablenken lassen dürfen, daran werden wir jetzt im Simulator arbeiten. Wir werden solche Fehler üben. Es gibt nichts zu entschuldigen, es war ein Fehler im Track, und ich muss meinen Fokus aufrechterhalten, damit mir solche Fehler nicht wieder unterlaufen.

Murphy will sich bis zum nächsten Rennen selbst weiterentwickeln und zudem sein Flugzeug verbessern. Das Blades Team ist definitiv konkurrenzfähig und hat seinen ersten Sieg in der Master Class im Visier. “Wir haben ein paar Modifikationen in der Pipeline, aber wir behalten sie noch für uns. Es gibt ein paar Routine-Modifikationen, aber auch ein paar, die wir schon immer durchführen wollten, bisher aber noch keine Zeit dazu hatten. Wir wollen das Flugzeug weiter verbessern, denn nur so kannst du mit den anderen Teams Schritt halten. Wir wollen innovativ bleiben, neue Ideen kreieren, aber wir müssen gucken, ob sie beim nächsten Rennen auch funktionieren.”

Obwohl Murphy weiß, dass er mit den anderen Piloten mithalten kann, hat er sich keine besonderen Ziele für die Saison gesetzt. Das heißt aber nicht, dass er nicht ganz vorne mitmischen will. “Ich setzte mir keine Ziele, weil du dann von Rennen zu Rennen nur darauf guckst. Unser Hauptziel ist, konstant zu fliegen. Wir haben in Abu Dhabi gelernt, dass ein Bruchteil einer Sekunde darüber entscheiden kann, ob man ganz vorne dabei ist oder sich am Ende des Tableaus wiederfindet. Es gilt also, Fehler dieser Art zu vermeiden.”

“Wie Nicolas [Ivanoff] sagt: ‘Mach keinen Fehler und du wirst gut abschneiden’, so Murphy abschließend.

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