Rückblick: Porto 2017

Als die Piloten zum sechsten Rennen der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2017 in Porto eintrafen, trennten die Top-Piloten im WM-Gesamtklassement nur wenige Punkte voneinander. Kirby Chambliss stand mit 40 Punkten an der Spitze, nur einen Zähler hinter ihm folgten Martin Sonka und Yoshihide Muroya. Wiederum nur ein Punkt dahinter lag Pete McLeod auf Rang vier.

Für Muroya und Cristian Bolton war es ein ganz besonderes Rennen, da beide aufgrund von technischen Problemen an ihren Flugzeugen die ersten beiden Freien Trainingssessions verpassten.

 

Für die größte Überraschung im FT1 sorgte. Peter Podlunsek als er in 1:07.052 Minuten die schnellste Zeit beider Sessions flog und McLeod mit 0.732 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei verwies. Juan Velarde wurde Dritter, Petr Kopfstein Vierter.

 

Im FT2 setzte sich McLeod an die Spitze, gefolgt von Michael Goulian, der nur 0.054 Sekunden langsamer als der Kanadier war. Sonka belegte Rang drei vor Matt Hall.

 

Am Tag des Qualifyings kehrten auch Muroya und Bolton zurück, aber Bolton hatte im FT3 erneut Probleme und konnte am folgenden Qualifying nicht teilnehmen. Sein Team versuchte alles, um wenigstens am Renntag dabei zu sein. Muroya musste sich erst zurechtfinden und belegte Platz sieben im FT3, das Sonka vor Nicolas Ivanoff und Matt Hall für sich entschied.

 

Porto 2017 Galerie Renntag 

Der König des Qualifyings, McLeod, schlug erneut zu und sicherte sich in 1:07.192 Minuten zum vierten Mal in Folge die Pole-Position. Zweiter mit einer Dreiviertelsekunde Rückstand wurde Chambliss, gefolgt von Muroya und Kopfstein. Sonka, Zweiter in der WM-Gesamtwertung, musste sich mit Platz sieben zufrieden geben, Juan Velarde konnte aufgrund technischer Probleme erst gar nicht starten – auch am drauffolgenden Renntag nicht.

 

Die Round of 14 war gespickt von Überraschungen: Der neue Master Class Pilot Mikael Brageot bezwang Michael Goulian. und Hall mit seinem gerade einmal fünf Rennen alten Flugzeug war 0.098 Sekunden schneller als der Weltmeister von 2016, Matthias Dolderer. Der Deutsche qualifizierte sich aber als Fastest Loser für die nächste Runde.

 

In der Round of 8 traf Sonka auf Muroya. Muroya überschritt die Startgeschwindigkeit und kassierte eine Strafsekunde, was das Ende für ihn bedeutete. Chambliss gewann gegen McLeod gegen Dolderer und Hall war 0.217 Sekunden schneller als Brageot und schaffte damit erstmals in dieser Saison den Sprung ins Final 4.

 

Porto 2017 Highlights Renntag 

Im Final 4 musste Sonka als erster Pilot in den Track und erzielte in 1:07.229 Minuten die bislang schnellste Zeit des Tages.

 

Chambliss wollte im Anschluss seinen dritten Sieg in Folge perfekt machen. Seine Zwischenzeiten leuchten zunächst auch grün auf, aber an Gate 9 kassierte er eine Strafe für Climbing in the Gate. In 1:09.141 Minuten wurde er am Ende nur Vierter, ohne die Strafe hätte er das Rennen gewonnen.

 

Nun war McLeod an der Reihe, und er wollte gewinnen. Er gab alles, konnte Sonka aber nicht vom Thron stürzen und war 0.113 Sekunden langsamer. Als Letzter musste Matt Hall in den Track. Nach der Strafe von Chambliss wusste er, dass er nur sauber durchkommen musste, um seine erste Podiumsplatzierung der Saison perfekt zu machen. Entsprechend riskierte der Australier nicht zu viel und wurde Dritter.

 

Nach der epischen Rückkehr nach Porto führte Martin Sonka das WM-Ranking mit 54 Punkten an. Pete McLeod folgte mit 50 Zählern, Chambliss rutschte auf Rang drei ab, Muroya auf Platz vier.

 

Als nächstes Rennen stand der Lausitzring auf dem Programm – das letzte Rennen in Europa.

Porto 2017 Ergebnis
Race
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