Sammy Mason

Wie man ein Air Race Pilot wird

Sammy Mason erklärt die Voraussetzungen

Seit das Red Bull Air Race 2003 erstmals abhob, kamen erst rund 50 Piloten in den Genuss, in der Master und Challenger Class durch die Air Gates zu fliegen. Aber was bedarf es, Teil dieser Elite zu werden?

Von Beginn an waren die Piloten beim Red Bull Air Race eine Klasse für sich – so auch heute noch. Die 2014 ins Leben gerufene Challenger Cup Kategorie ist für aufstrebende Kandidaten der erste Schritt in die Serie. Um die Master Class Super Licence zu erhalten, die einen Piloten berechtigt, in der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft zu starten, muss man mindestens ein Jahr Erfahrung in der Challenger Class gesammelt haben.

Egal, ob sie vom Kunstflug, Militär, Airshows oder aus der kommerziellen Luftfahrt kommen, die meisten Red Bull Air Race Piloten sind seit ihrer Kindheit vom Fliegen fasziniert und haben seither viele Jahre damit verbracht, ihre Fähigkeiten zu verbessern. So kommen die diesjährigen Newcomer in der Challenger Class, Vito Wyprächtiger, Patrick Strasser und Sammy Mason, zusammen auf mehr als 12.000 Stunden in der Luft, fungierten als Testpiloten, flogen Rettungsflugzeuge oder absolvierten Airshows. Und alle Drei haben bereits eine Kunstflug-Meisterschaft gewonnen.

Mason ist Pilot der dritten Generation. Mit gerade einmal 25 Jahren ist er der jüngste Pilot in der Geschichte des Red Bull Air Race, wartet aber bereits mit zahlreichen beeindruckenden Referenzen auf. “Ich bin auf dem Flugplatz groß geworden. Mein Mutter fliegt, mein Vater fliegt, mein Großvater ist geflogen, Onkels und Cousins ebenso… einfach jeder. Das ist alles, was ich weiß, und es ist meine Leidenschaft.”

Mason hat die Karrieren der Air Racing Piloten Michael Goulian und Kirby Chambliss intensiv verfolgt. “Ich habe mir immer gedacht: Genau das will ich auch machen. So habe ich meine Karriere aufgebaut, immer mit dem Ziel, es zum Red Bull Air Race zu schaffen”, erklärt er. Mit gerade einmal 21 Jahren war Mason der jüngste Pilot, der jemals zur weltberühmten Airshow EAA AirVenture fly-in eingeladen wurde. Mittlerweile nimmt er seit neun Jahren an Kunstflugwettbewerben teil und fliegt zudem Privatjets. “Es bedarf eine Menge, um deinen Namen bekannt zu machen und die nötige Erfahrung zu sammeln, um beim Red Bull Air Race zu starten.”

Nicht nur Mason, alle aufstrebenden Anwärter schreiben ihre Vita in der Luft. Die potentiellen Kandidaten werden von absoluten Experten, interne Scouts, auf der ganzen Welt unter die Lupe genommen und ausfindig gemacht. Auf Masons Potential machte übrigens Goulian, Master Class Pilot seit 2005, aufmerksam. “Es ist lustig, aber ich sehe viel von mir selbst in Sammy,  wie ich ist auch er an der Seite von Flugzeugen als eine Art ‘Airport Kid’ aufgewachsen – ich glaube, das ist der Kalifornier in ihm” , so Goulian mit einem Lächeln. “Sammy ist der perfekte Typ von Pilot, um beim Red Bull Air Race erfolgreich zu sein. Er ist schon jetzt ein großartiger Pilot.”

Verfügt ein Pilot über das nötige Potenzial, die entsprechende Kunstflug-Erfahrung und ein Minimum an Flugstunden, führt das Red Bull Air Race ein Gespräch mit ihm. Als nächstes folgt ein mehrtägiges Trainingscamp, zu dem nur eine Handvoll Piloten eingeladen werden. Dort werden sie auf Herz und Nieren geprüft, angefangen von verschiedenen Übungen in der Luft bis hin zum Erlernen der Navigation durch die Air Gates. Und das alles unter Anleitung und Beobachtung von wichtigen Personen des Sports. An der Spitze steht hier Renndirektor Steve Jones.

Den ultimativen Test stellt schließlich das Qualification Camp dar. Die wenigen Piloten, die alle Voraussetzungen erfüllen und die erforderlichen Fähigkeiten mitbringen, erhalten die begehrte Challenger Class Super License, die zur Teilnahme an der Kategorie berechtigt.

Es gibt jedoch noch einen weiteren Meilenstein: das "Shallow Water Egress Training". Beim SWET erlernen Piloten Techniken, um sich unter Wasser aus einem Flugzeug zu befreien. Dies geschieht unter der Anleitung eines speziellen Rettungsteams und in einem Flugzeugrumpf, der sich in einem Pool unter Wasser befindet. Bei dieser Erfahrung müssen die Piloten ihre Komfortzone verlassen, sie ist aber absolut notwendig, damit sie wissen, wie sich im Notfall zu verhalten haben.

Erst wenn all diese Punkte abgearbeitet sind, kann ein Pilot seinen Namen in der Challenger Class Startliste verewigen. Während Wyprächtiger und Strasser ihre Premiere 2019 noch feiern werden, gab Mason sein Debüt bereits beim Saisonauftakt im Februar. “Es war ein großartiger Moment. Als ich gelandet bin, ist mir ein Schauer über den Rücken gelaufen. Ich habe zehn Jahre genau für diesen Moment gearbeitet, und es ist unbeschreiblich, jetzt hier zu sein und diesen Moment zu erleben.”

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