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2003
2002 von der Red Bull Sport-Ideenschmiede ins Leben gerufen, startete das Red Bull Air Race, 2003 als Weltserie in seine erste Saison. Als unvergleichliches visuelles Spektakel erregte es schnell das Interesse von Fans und Piloten. Peter Besenyei aus Ungarn, einer der Pioniere, krönte sich zum ersten Sieger.

2004
Die Red Bull Air Race Weltserie kehrte 2004 zurück, diesmal mit elf Piloten. In einer Saison mit drei Rennen in Großbritannien, Ungarn und den USA sicherte sich Chambliss 2004 die Krone, gefolgt von Besenyei auf dem zweiten Platz sowie Steve Jones aus Großbritannien und Schrodt aus Deutschland auf dem dritten Platz.
2005
2005 gingen zehn Piloten in sieben packenden Rennen auf der ganzen Welt an den Start, darunter Stopps in Großbritannien, den USA und Europa. Der US-Amerikaner Mike Mangold war nicht zu stoppen, gewann fünf von sieben Rennen und mit 36 WM-Punkten auch die große Trophäe am Ende der Saison. Rang zwei ging an Besenyei mit 32 Punkten vor Mangolds Landsmann Chambliss mit 21 Punkten.
2006
2006 kämpften elf Piloten in acht Rennen um die Krone. Chambliss war eine Klasse für sich, gewann vier von acht Rennen und mit 38 WM-Punkten auch die Weltmeisterschaft. Besenyei wurde erneut Zweiter mit 35 Punkten vor Mangold mit 30 Punkten.
2007
2007 wurde die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft auf zehn Rennen mit 13 Piloten ausgeweitet. Zu den Stopps gehörte auch erstmals Südamerika mit Rio de Janeiro in Brasilien. Newcomer waren Hannes Arch aus Österreich und Sergey Rakhmanin aus Russland. Aber den Titelkampf machten Mike Mangold und der Brite Paul Bonhomme unter sich aus. Am Ende der Saison hatten beide Piloten 47 Punkte auf ihrem Konto, ein Tie-Break entschied über die Titelvergabe, und so wurde Mangold der erste Pilot mit zwei WM-Titeln. Besenyei wurde Dritter und stand damit zum fünften Mal in Folge auf dem Gesamtpodium.
2008
2008 warteten acht Rennen auf die zwölf Piloten. Der Österreicher Hannes Arch gewann in seiner erst zweiten Saison als erster Europäer die Weltmeisterschaft. Bonhomme dominierte die erste Saisonhälfte mit drei Siegen, hatte aber in der zweiten Hälfte der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2008 zu kämpfen. Arch gewann zwar nur zwei Rennen – Budapest und Porto – stand aber in sieben von acht Rennen auf dem Podium und gewann die WM mit 61 Punkten vor Bonhomme (54). Chambliss wurde Dritter mit 46 Punkten.
2009
2009 stießen vier Newcomer zur Red Bull Air Race Weltmeisterschaft, zu der insgesamt 15 Piloten gehörten, darunter erstmals auch Piloten aus Asien, Kanada und Australien: Yoshihide Muroya, Pete McLeod und Matt Hall. Neu war auch Matthias Dolderer aus Deutschland.
Arch übernahm früh die Führung im Ranking, aber Bonhommes holte auf, gewann drei Rennen und damit auch seinen ersten Titel.
2009 war die stärkste Saison in der Geschichte des Sports mit 15 Piloten auf dem Podium und elf mit einem Top-Fünf-Ergebnis.
2010
2010 zog Bonhomme mit Mangold gleich, wurde der zweite Pilot mit zwei WM-Titeln. Er beendete jedes der sechs Rennen unter den ersten Drei, zwei als Sieger. Arch gewann zwar vier Rennen, wurde aber in Abu Dhabi nur Elfter und verlor das Duell gegen den Briten. Mit Nigel Lamb stand auf Platz drei ein weiterer britischer Pilot auf dem Podium, der bei zwei Rennen Zweiter wurde.
2014
Die Rückkehr 2014 läutete eine neue Ära für das Red Bull Air Race ein. Mit den neuen Regeln und Standardisierungen war die Teamdynamik wichtiger denn je, Taktiker wurden in den Hangars zu einer vertrauten Präsenz. Zu Beginn der Saison waren Bonhomme und Arch die Favoriten. Beim dritten Rennen, dem Debüt in Putrajaya in Malaysia, machte der Brite Nigel Lamb seinen ersten Rennsieg perfekt und wurde bei jedem weiteren Stopp Zweiter. Der Saisonhöhepunkt folgte im österreichischen Spielberg mit dem Kampf des Trios um den Titel. Den schnappte sich Lamb, der damit das britische Erbe fortführte und zudem mit seinen Winglets an seinem Rennflugzeug für einen brandneuen Modifikationstrend sorgte. Ebenfalls bemerkenswert: Pete McLeod, Yoshihide Muroya und Martin Šonka machten ihre ersten Podiumsplätze beim Red Bull Air Race perfekt.

Ein weiteres Highlight 2014 war die Einführung der Nachwuchsklasse des Sports, der Challenger Class. Sie sollte außergewöhnlichen Piloten dabei helfen soll, ihre Air Racing-Fähigkeiten zu entwickeln, und damit den Sprung in die Weltmeisterschaft zu ermöglichen. Elf Piloten nahmen an der neuen Serie teil, sechs von ihnen sicherten sich einen Platz im Finale. Am Ende krönte sich Petr Kopfstein (CZE) zum ersten Challenger Cup Champion.
2015
In der Saison 2015 fand das Red Bull Air Race erstmals in Japan statt. 120.000 Zuschauer jubelten dabei Lokalmatador Yoshihide Muroya zu. Die ehemaligen Challenger Class-Piloten François Le Vot (FRA) und Juan Velarde (ESP) waren in die Master Class aufgestiegen. Der Kampf um die Weltmeisterschaft avancierte zum einem Zweikampf zwischen dem Briten Bonhomme und dem Australier Hall, der im österreichischen Spielberg seinen ersten Rennsieg feierte. Die Saison endete spektakulär in Las Vegas, wo Hall zwar das Rennen gewann, Bonhomme aber genug Punkte holte, um sich seinen dritten WM-Titel zu sichern – Rekord. Der Australier wurde Zweiter im Gesamtklassement, der Österreicher Arch Dritter. In der Nachwuchsklasse, der Challenger Class, gewann der französische Pilot Mika Brageot die Gesamtwertung.

Zum Ende der Saison gab Ikone Peter Besenyei seinen Rücktritt bekannt – nach zehn Saisons, acht Rennsiegen und dem ersten Titel im Sport überhaupt. Bonhomme trat als erfolgreichster Pilot in der Geschichte des Sports mit 19 Rennsiegen und drei Titeln ebenfalls zurück.
2016
Nach den Rücktritten von Bonhomme und Besenyei wurden die Karten neu gemischt und die WM-Krone wurde von Jahr zu Jahr weitergereicht.

Matthias Dolderer füllte die Lücke als erster Pilot, dominierte die Saison 2016 fast nach Belieben, wurde erster deutscher Weltmeister und brachte als erster Pilot überhaupt den Titel bereits ein Rennen vor Ende der Saison unter Dach und Fach. Er sicherte sich die Trophäe auf dem Indianapolis Motor Speedway (USA), auf dem zum ersten Mal ein Red Bull Air Race ausgetragen wurde. Hall stand erneut auf dem Gesamtpodest, wurde Zweiter, Arch belegte Platz drei.

Zu Beginn der Saison 2016 stießen mit dem tschechischen Piloten Kopfstein und dem Slowenen Peter Podlunšek zwei weitere Absolventen der Challenger Class zur Weltmeisterschaft. Beim Saisonfinale gab Nigel Lamb nach 64 Rennen seinen Rücktritt bekannt. Florian Bergér holte sich den Challenger Cup und sorgte mit für einen deutschen Doppel-Erfolg.
2017
In einer aufregenden Saison 2017 rückten zwei weitere ehemalige Challenger Cup-Piloten, Mika Brageot aus Frankreich und der Chilene Cristian Bolton, in die Master Class auf, in der sich die Rivalität zwischen Šonka und Muroya weiter zuspitzte. Chambliss gewann zwei Rennen, darunter auch das erste Rennen in Russland (Kazan). Das Spitzenquartett komplettierte mit Pete McLeod ein ganz starker Kanadier.

Beim Saisonfinale in Indianapolis trafen Šonka und Muroya bereits in der Auftaktrunde aufeinander. Muroya gewann das Duell trotz einer Strafe, aber Šonka avancierte zum schnellsten Verlierer der Round of 14. Am Ende Ende standen beide Piloten im Final 4. In der letzten Runde der Saison kam Šonka an den Streckenrekord von Muroya nicht heran – Asien feierte seinen ersten WM-Titel, Šonka wurde Zweiter, McLeod Dritter. In der Challenger Class gelang Florian Bergér als erstem Piloten die erfolgreiche Titelverteidigung.
2018
Die Saison 2018 war eine der spannendsten in der Geschichte der Weltmeisterschaft. Für Furore sorgte auch der Brite Ben Murphy, der als Siebter im Gesamtklassement die beste Platzierung eines Rookies, der aus der Challenger Class aufgestiegen war, erreichte. Vor dem letzten Rennen trennte das Spitzentrio, Michael Goulian (USA), Šonka (CZE) und Hall (AUS), nur sieben Punkte. Damit musste im zweiten Jahr in Folge das letzte Rennen über die Titelvergabe entscheiden. Diesmal holte Šonka den Titel, setzte sich mit der Winzigkeit von 0,304 Sekunden vor Hall durch, Goulian wurde Dritter. Luke Czepiela, der den Challenger Cup gewann, war zugleich auch der erste polnische Pilot, der einen Red Bull Air Race-Titel gewinnen konnte.
2019
Die letzte Red Bull Air Race Saison wurde 2019 auf vier Stopps verkürzt – jeder gespickt mit viel packender Action.

Zum ersten Mal seit 2010 wurden WM-Punkte für das Qualifying vergeben.

Der Japaner Muroya legte fulminant los und holte sich beim Saisonauftakt mit dem Sieg im Qualifying und im Rennen die Höchstpunktzahl von 28 Punkten. Titelverteidiger Šonka aus der Tschechischen Republik wurde Zweiter – die Zweikampf ging in die nächste Runde. Hall wurde aufgrund eines Motorproblems „nur“ Fünfter, aber es war klar, dass er zurückkommen würde.

Auch das zweite Rennen in Kasan in Russland gewann Muroya, während Hall Zweiter und Šonka Dritter wurde. Beim dritten Rennen, der Premiere am Plattensee in Ungarn, stoppte Hall die Siegesserie von Muroya, der nur Zwölfter wurde. Šonka belegte Platz vier. Der Balaton war zugleich ein Meilenstein für den Briten Murphy, der mit Platz zwei seinen ersten Podiumsplatz perfekt machte.

Vor dem Saisonfinale führte Šonka das Ranking mit vier Punkten Vorsprung vor Hall und zehn Punkten vor Muroya an. Šonka baute seinen Vorsprung mit dem Sieg im Qualifying um zwei weitere Punkte aus, hatte jedoch am Renntag eine katastrophale erste Runde mit einer Strafe. Aus dem Drei- war ein Zweikampf geworden: Muroya oder Hall. Hall musste im Final 4 mindestens Platz drei belegen, um sich endlich den WM-Titel zu sichern. Muroya legte eine fantastische Zeit von 58,630 Sekunden vor, aber Hall hatte dank der Vorlage des Kanadiers Pete McLeod, dessen Lauf von Strafen geprägt war, etwas Luft zum Atmen. Der Australier ging auf Nummer sicher, wurde Dritter und sicherte sich damit die Weltmeisterschaft. Muroya indes feierte seinen dritten Heimsieg in seiner Karriere.

Zwölf Piloten nahmen die überarbeitete Saison in der Challenger Class in Angriff. An zwei Locations wurden gleich zwei Rennen ausgetragen, im Fokus standen die einzelnen Rennsiege, eine Challenger Cup-Trophäe wurde nicht vergeben. Kenny Chiang aus Hongkong, Dario Costa aus Italien und Daniel Ryfa aus Schweden gewannen jeweils ein Rennen, der Deutsche Bergér setzte der Klasse aber mit drei Rennsiegen einmal mehr seinen Stempel auf.